Veröffentlichungen des Instituts für Religionswissenschaft und -pädagogik: VIRR

Institut für Religionswissenschaft und Religionspädagogik

Veröffentlichungen des Instituts für Religionswissenschaft und
Religionspädagogik (VIRR)

Print: ISSN 2199-7535
Online: ISSN 2199-5397

In dieser Schriftenreihe publizieren wir die Ergebnisse besonders herausragender Abschlussarbeiten, Veranstaltungsreihen, Berichte zu Forschungsprojekten und weitere gemischte Beiträge von Mitgliedern des Instituts. Die Publikationen sind online frei verfügbar; verschiedene Bände können auch in gedruckter Form über die Universitätsbuchhandlung erworben werden. Redaktion: Dr. Tilman Hannemann

Band 8
Tilman Hannemann (Hrsg.)

Studien zur Reformation in Bremen

Bremen 2016, xvii, 137 Seiten.

Dieser Band vereinigt drei Texte zum bremischen Reformationsgeschehen, die einen Einblick in die Forschungstätigkeiten am Bremer Institut für Religionswissenschaft vermitteln. In allen drei Studien zeichnet sich ab, dass entlang der gemeinsamen Fragestellung nach Wandel vs. Kontinuität die Modi und Dimensionen der religiösen Verschiebungen im 16. Jahrhundert auf neue Weisen befragt werden. Dafür wird ein weites Quellenspektrum herangezogen – neben den klassischen Primärtexten sind auch visuelle und architektonische Zeugnisse in größerem Umfang berücksichtigt. Die Analysen tragen mit Methoden und Resultaten zu aktuellen Forschungszusammenhängen der Religionsästhetik und der Europäischen Religionsgeschichte bei.

Online-Version zum Download (pdf): Studien zur Reformation in Bremen.

Band 7
Gritt Klinkhammer und Eva Tolksdorf (Hrsg.)

Somatisierung des Religiösen: Empirische Studien zum rezenten religiösen Heilungs- und Therapiemarkt

Bremen 2015, xii, 386 Seiten.

Der vorliegende Sammelband bietet mit seiner Frage nach einer "Somatisierung des Religiösen" eine fokussierte Auswahl von insbesondere religionswissenschaftlichen sowie psychologischen, (medizin-)ethnologischen und soziologischen (qualitativ-)empirischen Studien zu rezenten Heilungs- und Therapieangeboten aus dem deutschen, niederländischen und US-amerikanischen Raum.

Vom 23. bis 25. Oktober 2013 fand in Hannover im Schloss Herrenhausen das von der Volkswagenstiftung geförderte Symposium "Somatisierung des Religiösen: Religionswissenschaftliche und -soziologische Perspektiven auf den rezenten religiösen Heilungs- und Therapiemarkt" statt, das den Ausgangspunkt für dieses Buchprojekt bildete. Hierbei wurden insbesondere 'westliche' Heilungsangebote aus dem charismatisch-evangelikalen, sufischen und esoterischen Spektrum vergleichend in den Blick genommen. Das Symposium hatte zum Ziel, das Embodiment-Paradigma aus religionswissenschaftlicher Perspektive methodologisch kritisch zu diskutieren und gegenwärtig laufende wie auch zukünftige empirische Forschungsprojekte anzuregen, die auf eine innovative Weise die Verwobenheit von Körperlichkeit und Religion in 'westlichen' religiösen Heilungs- und Therapiekontexten sowie Etablierungsbestrebungen in öffentlichen gesellschaftlichen (Gesundheits-)Bereichen thematisieren. Die gegenwärtige Koexistenz von religiösen und säkularen Diskursen ist hierbei als spezifische 'post-säkulare' Verwobenheit neu in den Blick zu nehmen. Dieser Band dokumentiert eine Auswahl der Vorträge, die zu ausführlichen Beiträgen erweitert wurden.

Online-Version zum Download (pdf): Somatisierung des Religiösen: Empirische Studien zum rezenten religiösen Heilungs- und Therapiemarkt.

Band 6
Gritt Klinkhammer und Tabea Spieß

Dialog als dritter Ort. Zehn Jahre Theologisches Forum Christentum Islam: eine Evaluation.

Bremen 2014, vi, 47 Seiten.

Die vorliegende summative Evaluation basiert auf einer quantitativen und qualitativen Befragung der TeilnehmerInnen sowie der Steuerungsgruppe, teilnehmender Beobachtung einer Veranstaltung und der Sichtung weiteren, größten Teils auch öffentlich zugänglichen Materials des Theologischen Forum Christentum Islam an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Eine solche Evaluation erscheint zunächst als sehr fokussierter Blick auf ein höchst spezifisches Dialogsetting, das zur Reflexion und potentiellen Weiterentwicklung genau dieses Settings dient. Es kann darüber hinaus aber auch als exemplarischer Fall zur allgemeinen Kriterienfindung für gelungene Dialogsettings dienen. Die Evaluationsergebnisse zum Teil auch in ihrer Differenz zu nachbarschaftlichen interreligiösen Dialoggruppen (Dialogos 2011) erscheinen uns zudem fruchtbar zur Reflexion der Arbeitsweise anderer interreligiöser Dialoggruppen wie zur Reflexion religiös pluraler gesellschaftlicher Konvivenz allgemein.

Online-Version zum Download (pdf): Dialog als dritter Ort. Zehn Jahre Theologisches Forum Christentum Islam: eine Evaluation.

Band 5
Anke Drewitz

Virtuelle Diskursgemeinschaften. Blogs und Foren als Orte religiöser Vergemeinschaftung junger deutschsprachiger Muslime

Bremen 2013, 111 Seiten.

Religiöse Vergemeinschaftung findet seit jeher in unterschiedlichsten Formen statt. Gläubige versammeln sich regelmäßig in Moscheegemeinden und Kirchen, finden sich zeitweilig zu Bibelkreisen zusammen, entscheiden sich auf Dauer für das Leben in einem Kloster oder gehören für den begrenzten Zeitraum eines Kirchentages zu flüchtigen Eventgemeinschaften. Seit einigen Jahren ist auch das Internet zu einem Ort neuer Formen gemeinschaftlicher Religionsausübung geworden. Formate wie Blogs und Foren bieten die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Glaubensinhalte zu verhandeln und auf dieser Basis Gemeinschaft zu erleben. Zentrales Charakteristikum solcher Virtuellen Diskursgemeinschaften ist die im virtuellen Raum stattfindende diskursive Aushandlung von Religion. Die Autorin der vorliegenden Untersuchung zeigt anhand der Analyse eines Blogs und eines Forums, die beide auf das Engagement junger deutschsprachiger Musliminnen und Muslime zurückgehen, wie sich mittels netzbasierter Kommunikation Rollenverteilung, soziale Normierung sowie Abgrenzungsprozesse vollziehen und somit religiöse Gemeinschaft entsteht.

Online-Version zum Download (pdf): Virtuelle Diskursgemeinschaften. Blogs und Foren als Orte religiöser Vergemeinschaftung junger deutschsprachiger Muslime

Band 4
Marvin Döbler, Katharina Frank, Tilman Hannemann, Arendt Hindriksen, Tomoko, Ishikawa, Eva-Maria Kenngott, Gritt Klinkhammer, Jürgen Lott

Religionspädagogik zwischen religionswissenschaftlichen Ansprüchen und pädagogischen Erwartungen

Bremen 2013, 172 Seiten.

Dieser Band vereinigt Beiträge der Ringvorlesung "Religionswissenschaft & Religionspädagogik", die unter der Leitung von Arendt Hindriksen im Sommersemester 2011 an der Universität Bremen abgehalten wurde. Sie beleuchten das Verhältnis zwischen den beiden eng benachbarten Disziplinen aus fachhistorischer, empirischer und theoretischer Sicht. Die Schwerpunkte liegen auf Entwicklungen nichtkonfessioneller Konzepte der Religionspädagogik in den letzten 30 Jahren, Positionsbestimmungen des religionskundlich geprägten Unterrichts und der Rolle der Religionswissenschaft als Bezugswissenschaft. Behandelt werden u.a. der Biblische Geschichtsunterricht in Bremen, Lebensgestaltung - Ethik - Religionskunde in Brandenburg, Religion und Kultur im Kanton Zürich sowie Religionskulturerziehung in Japan.

Online-Version zum Download (pdf): Religionspädagogik zwischen religionswissenschaftlichen Ansprüchen und pädagogischen Erwartungen 

Band 3
Gritt Klinkhammer und Heinrich de Wall

Staatsvertrag mit Muslimen in Hamburg: Die rechts- und religionswissenschaftlichen Gutachten

Bremen 2012, 978-3-88722-737-1, viii, 158 Seiten.

In den letzten Jahren sind in verschiedenen Ländern der Bundesrepublik Deutschland Überlegungen zu gemeinsamen Verträgen zwischen Islamischen Religionsgemeinschaften und der jeweiligen Landesregierung angestellt worden. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat sich als erstes Bundesland verbindlich zu einem Vertragsabschluss mit drei muslimischen Landesverbänden (DITIB, VIKZ, Schura) im August 2012 entschlossen. Die hier veröffentlichten Gutachten bilden neben den monatelangen Verhandlungen zwischen dem Hamburger Senat und den islamischen Landesverbänden eine der Grundlagen für die Entscheidung zu diesem Schritt. Hintergrund der Beauftragung dieser wissenschaftlichen Gutachten war die strittige Frage, ob bzw. inwieweit es sich bei den drei Hamburger Islamverbänden: DITIB, VIKZ und Schura um Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften im Sinne des Grundgesetzes und nicht vielmehr um reine Interessensverbände handelt.

Online-Version zum Download (pdf): Staatsvertrag mit Muslimen in Hamburg

Band 2
Till Hagen Peters

Islamismus bei Jugendlichen in empirischen Studien: Ein narratives Review.

Bremen 2012,978-3-88722-736-4, iv, 112 Seiten.

Der Begriff „Islamismus“ verweist auf eines der schillerndsten und emotional aufgeladensten Themenfelder der letzten zehn bis fünfzehn Jahre. Derzeit ließe sich vermutlich kein zweites finden, dem ein ähnlich großes Interesse seitens der Medien, Politik und Wissenschaft gleichermaßen zukommt. So ist in Deutschland die Rede von „jungen Islamisten“ allgegenwärtig. Doch was genau verbirgt sich überhaupt hinter dem Begriff „Islamismus“ und sind die Hinweise auf „junge Islamisten“ wissenschaftlich fundiert? Der Autor der vorliegenden Untersuchung widmet sich diesen Fragen aus religionswissenschaftlicher Perspektive. Er nimmt hierzu unterschiedliche Verwendungen des Begriffes „Islamismus“ in den Blick und analysiert empirische Studien, die sich mit Islamismus bei Jugendlichen in Deutschland beschäftigen.

Online-Version zum Download (pdf): Islamismus bei Jugendlichen in empirischen Studien

Band 1
Gritt Klinkhammer, Hans-Ludwig Frese, Ayla Satilmis, Tina Seibert

Interreligiöse und interkulturelle Dialoge mit MuslimInnen in Deutschland: Eine quantitative und qualitative Studie.

Bremen 2011, ISBN 978-3-88722-722-7, xi, 404 Seiten.

Nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001, der vielfach als ein Angriff der ‚islamischen Welt‘ auf die ‚christlich-säkulare Zivilisation‘ gedeutet wurde, setzten viele zivilgesellschaftliche Kräfte zur innergesellschaftlichen Befriedung auf den Dialog zwischen ChristInnen und MuslimInnen. Interreligiöse Dialoginitiativen - bis dahin wenig beachtet und manches Mal als ‚gutmenschelndes‘ Nischenengagement belächelt - erhielten bald einen sicherheitspolitischen Stellenwert ersten Ranges.

Der vorliegende Band ist das Ergebnis einer mehrjährigen Forschungsarbeit zu interreligiösen und interkulturellen Dialogen zwischen ChristInnen und MuslimInnen, die in eigens für diesen Dialog gegründeten Initiativen - zum Teil unter Beteilgung von VertreterInnen auch anderer Religionsgemeinschaften und öffentlicher Stellen - stattgefunden haben.

Die Studie zeigt auf, wie die Dialoginitiativen arbeiten, mit welchen Hürden sie zu kämpfen haben und fragt, ob und unter welchen Umständen und mit welchen Mitteln die Initiativen ihre selbst gesteckten Ziele erfolgreich umsetzen. Die Untersuchung der Dialoginitiativen erfolgte sowohl unter integrationspolitischen und konfliktdynamisch-sozialpsychologischen wie unter religionswissenschaftlchen Hinsichten.

Das Projekt hat eine eigene Webadresse: Link

Online-Version zum Download (pdf): Interreligiöse und interkulturelle Dialoge mit MuslimInnen in Deutschland